Kaufen verboten

Wenn ich im lokalen Einzelhandel einkaufen gehe, bin ich das Kaufsignal auf 2 Beinen. Vieles, was ein smarter Verkäufer abarbeiten sollte, lege ich als vorauseilende Antwort bereits auf den Tisch.

Meine Geldbörse ist offen. Ich frage Produktvarianten ab. Schlage Lieferszenarien vor, habe es in der Regel eilig, was ich selten verberge. Referenzpreise spucke ich aus, wie andere Kaugummi, lobe bestimmte Vorzüge des Produktes oder sogar des Ladens, in dem ich mich befinde, gegenüber der Konkurrenz. Wohlgemerkt, ich bin Kunde und kaufwillig – das zweibeinige Kaufsignal.

Das können Sie auch drüben bei Karstadt kaufen.

So weit, so gut. Das Leben serviert mir so oft Verkäuferinnen oder Verkäufer, die mir trotz plakativ zur Schau gestellter Kaufbereitschaft nichts verkaufen wollen! „Das können Sie auch drüben bei Karstadt kaufen.“, sagte neulich ein Verkäufer in einem Shop-in-Shop in ebenselben Warenhaus, obwohl er mir meine Wunschwaage im Computer seiner Firma 30 Sekunden vorher gezeigt hat! Grauenhaft. Auf Autosuche verbrachte ich in 4 Autohäusern einer japanischen Automarke 79 Minuten mit deutlichem Interesse an einem Hybriden (reinsetzen, Türen öffnen, Preisaushang lesen etc.), ohne auch nur gegrüßt zu werden.

Das Kaufen-verboten-Tagebuch

Ich habe beschlossen, all meine Erlebnisse aus der Verkäufer/-innenwelt in der Blog-Rubrik „Kaufen verboten“ niederzuschreiben – denn wenn ich die Geschichten in meinen Verkaufstrainings erzähle, schütteln meine Schüler nur den Kopf und wollen sie häufig noch mal nachlesen, so unglaublich hört sich manches an.

Diese Kategorie steht unter dem Zeichen „Kaufen verboten“:

Dieses Bild kennzeichnet lustige, unterhaltsame Geschichten aus dem Verkäufer/-innenalltag, an dem wieder guter Umsatz verschenkt wurde. Oder Kundenbindung. Alle Geschichten sind wahr – versprochen und garantiert – und zeigen das enorme Umsatzpotenzial, was im Verkauf/Vertrieb Tag für Tag liegenbleibt.

Rennt Euch doch im Bett um

Oft höre ich den Einzelhandel jammern: Das Internet, der Online-Handel – da geht uns der Umsatz verloren. Ich sage: Nein! Ihr Einzelhändler, die Ihr übers Internet jammert, rennt Euch doch im Bett um, Ihr tretet die Chancen des stationären Handels zu oft mit den Füßen, anstatt sie fulminant auszubauen.

Und wenn ich doch wieder Erwarten in einen Verkaufsprozess gesaugt werde, staune ich nun andersrum, aber wieder hochhausweise, Bauklötzer: Ungefragt spendiert man mir Rabatte oder stellt sie noch vor der Produktschau in Aussicht, mittels einer bestimmten von mir gestellten Frage gibt man mir ab vom eigenen Ertrag, das ich manchmal Bauklötzer staune, hochhausweise. Aber das ist ein anderes Thema 🙂 …

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